Wenn ein Zahn fehlt
Zahnverlust kann Menschen in jedem Alter treffen. Ein Unfall beim Sport, eine tiefe Karies, eine fortgeschrittene Parodontitis oder eine andere Erkrankung des Zahnbettes – die Ursachen sind unterschiedlich, das Ergebnis ist dasselbe: eine Lücke, die stört.
Und zwar nicht nur optisch. Fehlt ein Zahn, verändert sich die Belastung im Kiefer. Nachbarzähne kippen mit der Zeit in die Lücke, der Gegenzahn wandert nach. Der Knochen an dieser Stelle wird nicht mehr belastet und bildet sich zurück. Je länger eine Lücke besteht, desto aufwendiger wird die spätere Versorgung.
Was ein Implantat ist
Ein Zahnimplantat ist eine künstliche Zahnwurzel, meist aus Titan. Sie wird in den Kieferknochen eingesetzt und wächst dort in den folgenden Wochen fest ein. Auf diese Wurzel kommt anschließend die sichtbare Krone.
Der entscheidende Unterschied zur Brücke: Für ein Implantat müssen die gesunden Nachbarzähne nicht beschliffen werden. Sie bleiben unangetastet. Und weil das Implantat den Knochen wieder belastet, wirkt es dem Knochenabbau entgegen.
Wann Implantate infrage kommen
- Einzelzahnlücke – ein Implantat mit Krone, ohne die Nachbarzähne einzubeziehen
- Mehrere fehlende Zähne – Implantate tragen eine Brücke
- Zahnloser Kiefer – Implantate geben einer Prothese festen Halt, sie wackelt und rutscht nicht mehr
Ob ein Implantat für Sie infrage kommt, hängt vom Knochenangebot, dem Zustand des Zahnfleischs und Ihrer allgemeinen Gesundheit ab. Das klären wir in einem Beratungsgespräch – ohne Verpflichtung.
Wie der Ablauf bei uns aussieht
- Beratung und Planung. Wir untersuchen den Kiefer, machen die nötigen Röntgenaufnahmen und besprechen mit Ihnen die möglichen Versorgungen samt Kostenplan.
- Das Einsetzen. Der Eingriff erfolgt in örtlicher Betäubung und dauert je nach Umfang meist zwischen 30 und 60 Minuten.
- Die Einheilzeit. In dieser Phase verbindet sich das Implantat mit dem Knochen. Sie tragen in der Zwischenzeit eine provisorische Versorgung.
- Der Zahnersatz. Die endgültige Krone oder Brücke wird angefertigt und aufgesetzt.
Für den Zahnersatz auf dem Implantat verwenden wir bevorzugt Vollkeramik – ohne Metallkern und damit ohne dunklen Rand am Zahnfleischsaum. Den Abdruck nehmen wir auf Wunsch digital mit unserem Intraoralscanner, ganz ohne Abdruckmasse und Würgereiz.
Erfahrung seit 1980
Implantate gehören seit der Praxisgründung 1980 zu unseren Tätigkeitsschwerpunkten – gemeinsam mit hochwertigem Zahnersatz und Prophylaxe. In unserem Team behandeln drei Zahnärzte mit unterschiedlichen Schwerpunkten, sodass Sie für Ihre Situation die passende Einschätzung bekommen.
Damit das Implantat lange hält
Ein Implantat braucht dieselbe Pflege wie ein natürlicher Zahn – gründliche häusliche Reinigung und regelmäßige professionelle Zahnreinigung. Entzündungen am Implantat lassen sich so früh erkennen und behandeln. Ihren Kontrollrhythmus stimmen wir individuell mit Ihnen ab.
Sie haben Fragen? Rufen Sie uns an unter 040 5226069 oder buchen Sie Ihren Termin direkt online.
Häufige Fragen zu Zahnimplantaten
Ist das Einsetzen eines Implantats schmerzhaft?
Der Eingriff erfolgt in örtlicher Betäubung. Die meisten Patientinnen und Patienten empfinden ihn als weniger belastend als erwartet. Wie Sie die Tage danach erleben, ist individuell verschieden – wir besprechen mit Ihnen vorab, was auf Sie zukommt, und sind auch danach für Sie erreichbar.
Wie lange dauert die Behandlung insgesamt?
Das hängt vom Befund ab. Nach dem Einsetzen braucht das Implantat in der Regel mehrere Monate, um im Kieferknochen einzuheilen, bevor die endgültige Krone aufgesetzt wird. In dieser Zeit erhalten Sie auf Wunsch eine provisorische Versorgung. Den konkreten Zeitplan legen wir nach der Untersuchung gemeinsam fest.
Kommt ein Implantat für mich überhaupt infrage?
Wichtig sind ausreichend Kieferknochen und ein entzündungsfreies Zahnfleisch. Liegt eine Parodontitis vor, behandeln wir diese zuerst. Ob und in welcher Form ein Implantat sinnvoll ist, klären wir in einem persönlichen Beratungsgespräch mit digitalem Röntgenbild.
Wie pflege ich ein Implantat?
Im Alltag wie einen eigenen Zahn – gründlich und täglich, auch in den Zwischenräumen. Zusätzlich empfehlen wir regelmäßige Kontrollen und die professionelle Zahnreinigung, damit das Gewebe rund um das Implantat gesund bleibt.