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Zahnarztpraxis SBK in Norderstedt

Eine Erkrankung, die leise beginnt

Parodontitis ist eine der weitverbreitetsten Erkrankungen überhaupt und tritt meist zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr auf. Ausgelöst wird sie von Bakterien – und von der Entzündungsreaktion, mit der der Körper darauf antwortet.

Das Tückische: Parodontitis tut lange nicht weh. Sie beginnt als Zahnfleischentzündung, greift dann auf den Kieferknochen über und baut ihn ab. Bemerkbar macht sie sich oft erst, wenn Zähne locker werden – dann ist bereits Knochen verloren, der sich nicht von selbst zurückbildet.

Woran Sie sie erkennen können

  • Zahnfleisch blutet beim Putzen oder bei der Zahnseide
  • Zahnfleisch ist gerötet, geschwollen oder zieht sich zurück
  • Zahnhälse liegen frei und reagieren empfindlich
  • anhaltender unangenehmer Geschmack oder Mundgeruch
  • Zähne wirken länger, wandern oder lockern sich

Ein einzelnes dieser Zeichen bedeutet noch keine Parodontitis. Zusammen sind sie ein guter Grund, den Befund abklären zu lassen.

Warum sich frühes Handeln lohnt

Parodontitis bleibt nicht im Mund. Studien zeigen Zusammenhänge mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes; bei Diabetes beeinflussen sich beide Erkrankungen wechselseitig. In der Schwangerschaft gilt besondere Aufmerksamkeit. Und für Implantate ist ein gesundes Zahnbett die Grundvoraussetzung.

Wie wir vorgehen

  1. Befund. Wir messen die Zahnfleischtaschen an jedem Zahn und beurteilen anhand von Röntgenaufnahmen, wie viel Knochen vorhanden ist.
  2. Vorbehandlung. Gründliche professionelle Reinigung und Anleitung für die häusliche Pflege. Ohne diesen Schritt bringt alles Weitere wenig.
  3. Reinigung der Taschen. Die Wurzeloberflächen werden unterhalb des Zahnfleischs von Belägen befreit – in örtlicher Betäubung, sodass Sie nichts spüren.
  4. Kontrolle. Nach einigen Wochen prüfen wir, wie das Gewebe reagiert hat.
  5. Nachsorge. Der wichtigste Teil: In regelmäßigen Abständen kontrollieren und reinigen wir, damit die Erkrankung nicht zurückkommt.

Parodontitis ist behandelbar, aber nicht heilbar im Sinne von „einmal und nie wieder“. Sie lässt sich zum Stillstand bringen und dauerhaft kontrollieren – das gelingt zuverlässig nur mit konsequenter Nachsorge.

Sie haben Fragen? Rufen Sie uns an unter 040 5226069 oder buchen Sie Ihren Termin direkt online.

Häufige Fragen zur Parodontitisbehandlung

Ist Zahnfleischbluten schon Parodontitis?

Nicht zwangsläufig. Häufig steckt eine Zahnfleischentzündung (Gingivitis) dahinter, die sich bei guter Mundhygiene zurückbilden kann. Bleibt sie bestehen, kann daraus eine Parodontitis werden. Eine Untersuchung schafft Klarheit.

Wie läuft die Behandlung ab?

Zuerst messen wir die Zahnfleischtaschen und erheben den Befund. Es folgt die Reinigung der Wurzeloberflächen unterhalb des Zahnfleischrandes, meist unter örtlicher Betäubung. Danach kontrollieren wir in festen Abständen.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die systematische Parodontitisbehandlung bei entsprechendem Befund. Was in Ihrem Fall gilt, klären wir vorab mit Ihnen.

Was kommt nach der Behandlung?

Die Nachsorge entscheidet über den langfristigen Erfolg. Dazu gehören regelmäßige Kontrolltermine und eine an Ihren Befund angepasste Prophylaxe.